Kirchengeschichte
Vorbild für die Kirche war die 1755 fertiggestellte Kirche in Oberwittstadt.
Unter Friedrich von Berlichingen (gest. 1781) ist die Kirche erbaut worden. Die Grundsteinlegung war am 13. Oktober 1755. An ungefähr derselben Stelle stand schon vorher eine Kirche.
29 Nachbargemeinden aller Konfessionen lieferten das Bauholz, der größte Teil kam aus dem Wald der Herrschaft und der eigenen Gemeinde. Das Baumaterial wurde durch Fron (unentgeltlich) an den Platz gebracht, außerdem half die Gemeinde, die alte Kirche abzubrechen und die neue Kirche aufzuschlagen.
Die Schloßherrschaft hatte einen Eingang aus Richtung Schloss, er ist geziert durch das Wappen der Berlichingen und der Weiler; die Frau Friedrichs von Berlichingen war eine geborene Weiler von Lichtenberg (bei Oberstenfeld).
Innenraum der Kirche
Die Kirche ist im spät barocken Baustil errichtet, dem so genannten “Rokoko = Muschelstil“, dessen Hauptkennzeichen die Muschel ist.
Grabmal des Hans Gottfried von Berlichingen gest. 1588 kniend. Seine erste Gemahlin war eine geb. Zöllner von Hallburg, Mutter zweier Töchter. Seine zweite Frau, die ihn überlebt hat, ist eine geborene von Grumbach.
Die Kirche hat ihre ursprüngliche Gestalt weithin bewahrt; die Männerempore wurde 1899 und das Gestühl 1977 erneuert. Richterstühle und der erst 1900 geschaffene Patronatsstuhl der Familie von Berlichingen entfernte man 1977.
In den Jahren 2007 und 2008 fand eine große Renovierung statt, die Kirche wurde neu verputzt und der Turmschmuck (Hahn, Kreuz und Kugel) restauriert. Die Kirchhofmauer neu hergerichtet und ein rollstuhlgerechter Zugang angelegt.
Predigt zum 250-jährigen Jubiläum
In dem Kirchturm befinden sich 4 Glocken.
Die älteste Glocke heißt Osanna und ist aus dem Jahr 1499.
Eine Glocke wurde 1949 neu gegossen.
Im Jahre 1984 ergänzte man das Geläut mit zwei weiteren Glocken.
Der Kirchhof (Friedhof) war vor 1757 um die alte Kirche.
Er wurde während des Baues neu angelegt an dessen heutigem Platz.